Die Stoßwellentherapie dient zur operationsersetzenden Behandlung
folgender Erkrankungen
Tennisarm
(Epicondylitis radialis des Ellenbogengelenkes)
Fersensporn
(Fasciitis plantaris und dorsalis des Fersenbeines)
Kalkschulter
(Tendinosis calc. bei Impingement der Schulter)
Knochenheilungsstörung
(Pseudarthrose oder verzögerte Heilung)
Achillessehnenbeschwerden
(Achillodynie od. -tendinitis)
Die
Stoßwellentherapie:
Als unblutige Behandlungsform bei Nieren- und Gallensteinen ist sie seit
etwa 20 Jahren bekannt und millionenfach angewendet worden. Spezielle gebündelte
Schallwellen mit hoher Energie, etwa 10 bis 100-fache Energie im Vergleich zur
Ultraschallbehandlung , werden verwendet um Nierensteine zu zertrümmern.
Seit 10 Jahren werden auch schlecht heilende Knochenbrüche mit gutem
Erfolg behandelt.
Seit 8 Jahren wird der schmerzlindernde Effekt bei Beschwerden des
Bewegungsapparates erforscht, und seit 4 Jahren regelmäßig zur unblutigen,
operationsersetzenden Behandlung in der Orthopädie angewendet.
Die
Stoßwellentherapie bei Sehnenansatzbeschwerden z.B. Tennisellenbogen:
Bei dieser Erkrankung liegt eine entzündliche Veränderung von Sehnen
und deren Ansatzbereich am gelenksnahen Knochen vor.
Durch verschiedene Ursachen wie z.B. Überlastung, Unfall,
Muskelungleichgewicht können anhaltende Schmerzen entstehen, das Röntgenbild
ist zumeist unauffällig.
Fallweise enden die Beschwerden ohne Behandlung nach einigen Tagen, häufig
ist eine Behandlung mittels Physikalischen Therapien, entzündungshemmender
Salben, Heilgymnastik, Injektionen etc. nötig.
Meist erreicht der Arzt eine Schmerzlinderung, in einigen Fällen
bleiben die Schmerzen bestehen.
Bei diesen Fällen wurde früher die Operation empfohlen, seit 4 Jahren
empfehlen die meisten Fachärzte für Orthopädie die Stoßwellentherapie, mit
der in 7 von 10 Fällen die Erkrankung geheilt werden kann.
Der
Ablauf der Stoßwellentherapie:
Die Durchführung dieser operationsersetzenden Behandlung erfolgt
ausschließlich von qualifizierten Fachärzten. Eine lokale Analgesie ist bei
Sehnenbehandlungen fallweise nötig, bei Schulterbehandlungen zumeist, bei
Knochenbehandlungen immer, weil sonst mit stufenweise gesteigerter
Behandlungsintensität auch zunehmende Schmerzen bei der Behandlung auftreten könnten.
Das Stoßwellengerät wird über einen Gummibalg und Kontaktgel an die Haut über
dem Behandlungsort geführt, die Zieleinstellung wird vor und während der
Behandlung mit Ultraschall am Monitor kontrolliert. Eine
ruhige Lage des Patienten ist wichtig, eine Abschwächung oder Abbruch der
Behandlung - z.B. wegen Schmerzen -
ist jederzeit möglich.
Zumeist werden 1000-2000 Einzelstöße bei jeder Sitzung durchgeführt,
die Sitzungsdauer beträgt 30-60 Minuten. Je nach Erkrankung sind insgesamt 1-3
Einzelsitzungen nötig.
Eine Unterbrechung oder Ablehnung der Stoßwellenbehandlung wird zu
keinem Zeitpunkt Nachteile für den Patienten bringen.
Die
Risiken und Nebenwirkungen der Stoßwellenbehandlung:
70 - 80 % der behandelten Patienten sind nach der Stoßwellenbehandlung
geheilt bzw. haben eine deutliche Besserung ihrer Beschwerden - beim Rest bleibt
nur die Operation als letzte Behandlungsmöglichkeit.
Gelegentlich treten im Behandlungsbereich Blutergüsse, Schwellungen
oder kleine Hautverletzungen auf, die zumeist nach kurzer Zeit abklingen.
Bleibende Schäden wurden bisher - auch nach vielen tausend Behandlungen
- nicht beobachtet.
Bei Auftreten von Schwellungen, Fieber,
Gefühlsstörungen (auch wenn Sie nicht in Zusammenhang mit der Stoßwellenbehandlung
stehen), sollte der behandelnde Arzt sofort verständigt werden.
Während der ersten Wochen nach der Stoßwellenbehandlung sollten andere
Behandlungen nur nach Rücksprache
mit dem Stoßwellen -Behandler durchgeführt werden.
Nach Sehnenbehandlungen ist die normale Bewegung und Belastung der
behandelten Gliedmaße nicht nur erlaubt sondern sogar erwünscht, ein
Krankenstand ist nur in Ausnahmefällen nötig.
Zum Zeitpunkt der Stoßwellenbehandlung sollten keine weiteren
Erkrankungen im Behandlungsgebiet bestehen. Eine Schwangerschaft, ein
Herzschrittmacher, Blutgerinnungsstörungen, Krebserkrankungen, Infektionen und
die Einnahme von Medikamenten die die Blutgerinnung verändern, sollen
ausgeschlossen sein.
Bei Unklarheiten bitte unbedingt den behandelnden Arzt konsultieren.
Für Rückfragen steht Ihnen Dr.
Wanke Stefan (Facharzt f.Orthopädie und orthopädische Chirugie) zur
Verfügung.